CDU informiert sich an der HBG Henriette-Breymann-Gesamtschule über pädagogische Entwicklungen und strukturelle Herausforderungen

Wolfenbüttel. Eine CDU-Delegation hat die HBG Henriette-Breymann-Gesamtschule (HBG) besucht, um sich vor Ort über aktuelle pädagogische Entwicklungen und strukturelle Rahmenbedingungen zu informieren. Die Delegation war zu Gast an der Schule und suchte das Gespräch mit der Schulleitung, um sich ein umfassendes Bild von der Arbeit der Gesamtschule zu machen.

Peter Emmerich, Holger Bormann, MdL Christian Fühner, Schulleiterin Julia Juhls, Hans Jürgen Gatzen und Karl-Heinz Müller(Bild HBG).

Peter Emmerich, Holger Bormann, MdL Christian Fühner, Schulleiterin Julia Juhls, Hans Jürgen Gatzen und Karl-Heinz Müller(Bild HBG).

Schulleiterin Julia Juhls begrüßte die Gäste gemeinsam mit ihrem ständigen Vertreter Hans Jürgen Gatzen, dem didaktischen Leiter John Dauert sowie der Leitung des Sekundarbereichs I (Jahrgang 5 bis 10), Carola Kotschy-Denkes. In einem offenen Austausch stellten sie die aktuellen Schwerpunkte der Schule vor.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere die Förderung der Medienkompetenz, der reflektierte Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie die Sensibilisierung im Umgang mit Fake News. Zugleich wurde deutlich, dass neben digitalen Kompetenzen auch verlässliche, grundlegende Lernphasen an Bedeutung gewinnen, um Basiskompetenzen nachhaltig zu sichern.

Ein weiterer zentraler Schwerpunkt war der aktuelle Öffnungsprozess der HBG. Dabei geht es um eine stärkere Individualisierung des Lernens, um Schülerinnen und Schülern mehr eigenverantwortliche Lernwege, flexible Arbeitsformen und passgenaue Förderung zu ermöglichen. Die Schulleitung erläuterte, wie dieser Prozess konzeptionell verankert ist und schrittweise weiterentwickelt wird. Julia Juhls betont:“ Aus unserer Sicht ist es notwendig, dass sich das Bildungsangebot weiter öffnet um der starken Heterogenität der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Damit unser neues Konzept mit unseren Strukturen wachsen kann, geben wir uns für diese Entwicklung bis 2035 Zeit.“

Positiv hervorgehoben wurden, dass dieses eigenständige Schulkonzept in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen sowie kontinuierliche Evaluationen zur Qualitätssicherung entwickelt wird. Trotz einer Unterrichtsversorgung von 98 Prozent bestehen weiterhin strukturelle Herausforderungen, etwa im Hinblick auf Ressourcen, Verwaltungsaufwand und langfristige Planungssicherheit.

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Fühner, MdL, betonte: „Schulen brauchen Verlässlichkeit, klare Zuständigkeiten und eine bessere Unterstützung bei zentralen Zukunftsthemen wie KI und Medienbildung. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement hier gearbeitet wird – aber dieses Engagement darf nicht durch unnötige bürokratische Hürden ausgebremst werden.“

Der CDU-Kreisvorsitzende Holger Bormann unterstrich: „Eine Unterrichtsversorgung von 98 Prozent ist ein gutes Signal. Gleichzeitig zeigt das Gespräch, dass Qualität nicht allein an Zahlen gemessen werden darf. Unsere Schulen brauchen Planungssicherheit, ausreichend Ressourcen und eine offene, transparente Kommunikation mit dem Schulträger. Nur so schaffen wir gute Rahmenbedingungen für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler.“

Die CDU-Delegation nahm zahlreiche Anregungen mit und sicherte zu, die angesprochenen Themen auf Landes- und Kreisebene weiter zu begleiten.