Das monatliche Treffen der CDU-Senioren-Union Wolfenbüttel fand im Monat August in der freien Natur statt. Mitglieder und Gäste trafen sich in der Feldmark Salzdahlum, um sich über den „Salzgraben“ zu informieren.
Hroswitha von Alten-Weddelmann erklärte sachkundig die Entstehung des Salzlagers in dieser Gegend. Vor mehreren Millionen Jahren war Norddeutschland ein flaches Meeresbecken. Durch mehrfache Flutung mit Meerwasser und Verdunstung lagerte sich das Salz ab. Das Salz wurde später von Gesteinsschichten überlagert und so entstanden Salzstöcke, die an der Erdoberfläche Hügel und Berge bildeten. Durch wasserführende Schichten wurde an einigen Stellen salzhaltiges Wasser an die Erdoberfläche gespült. So war es auch am Salzgraben in Salzdahlum.
Bereits im Jahr 888 wurde die Saline urkundlich erwähnt. Das Salz wurde durch Sieden gewonnen. In den folgenden Jahrhunderten wechselte das Salzwerk mehrfach seine Eigentümer. Salz hatte seinerzeit eine große wirtschaftliche Bedeutung. Erst Ende 1852 kam es zur Einstellung der Salzgewinnung. Der Salzgraben blieb erhalten und wurde im Jahr 1980 zum Naturdenkmal erklärt. Eine botanische Besonderheit ist die Vegetation am Salzgraben. Dort wachsen salzliebende Pflanzen, die sonst nur an Meeresküsten zu finden sind, wie z. B. die Strandaster, das Strand-Milchkraut, die Salz-Schuppenmiere und das Ruhr-Flohkraut.
Der Erhalt des Biotops wird u.a. dadurch gesichert, dass der BUND jährlich den dort wachsenden Gehölz- und Grasaufwuchs entfernt. Ohne diesen Aufwand wäre das gesamte Gelände nicht mehr erkennbar.