Pressebericht der Senioren-Union

Harzausflug

Die CDU Senioren-Union hat im Mai ihr monatliches Treffen zu einem Tagesausflug in den Harz genutzt. Weil ein Ausflug aber beschwerlicher ist, als ein Treffen im Lokal, waren nicht genügend Teilnehmer vorhanden.

Professor Diestel, mit der roten Jacke, erklärt den Teilnehmern die Technik und Besonderheiten des Oderteiches.Professor Diestel, mit der roten Jacke, erklärt den Teilnehmern die Technik und Besonderheiten des Oderteiches.
Darum sind Mitglieder der CDU Frauen-Union eingesprungen, um den Ausflug zu ermöglichen. Leiter und Referent dieses Ausfluges war Herr Prof. Dr. Heiko Diestel, der die Teilnehmer über die historische Oberharzer Wasserwirtschaft informierte. Diese Wasserwirtschaft war eine geniale Kulturtechnik, die den Bergbau im Harz ermöglichte. Durch den Bau von Dämmen wurden zahlreiche Teiche angelegt, um das Regenwasser und die Fließgewässer im Harz zu speichern und nach Bedarf zu nutzen. Es ist ganz erstaunlich, was die damaligen Bergleute ohne die heutigen technischen Hilfsmittel leisteten. Es gab keinen elektrischen Strom, keine Bagger, keine Lastwagen, keine Bohrmaschinen usw. Mit Hammer und Meißel wurde der Granit in mühevoller Handarbeit unter Tage bearbeitet um an das wertvolle Erz zu gelangen, das in dem Gestein gebunden war. Nach und nach wurden technische Hilfsmittel entwickelt und gebaut, wie die gigantischen Wasserräder, die die Arbeit unter Tage unterstützten und erleichterten. Zum Betrieb dieser Wasserräder wurde aber immer das Wasser aus den angelegten Teichen genutzt. Dazu waren diese mit Möglichkeiten zur Regulierung des Wasserdurchflusses ausgestattet. Die Teiche wurden in verschiedenen Höhen angelegt, damit das Wasser von einem in den anderen Teich gelangen konnte. Zur Überbrückung von Höhenunterschieden wurden auch riesige Dämme gebaut auf denen das Wasser zugeführt werden konnte. Ein Beispiel ist der „Sperberhaier Damm“, der auch besichtigt wurde. Viele dieser Anlagen sind zum UNESCO-Welterbe erklärt worden, wie auch das „Polsterberger Hubhaus“. Die erstaunliche Technik ist jeweils auf Schildern erklärt. Weitere Informationen erhielten die Teilnehmer durch Professor Diestel, der sich sehr genau in der Materie auskennt. Zum krönenden Abschluss des Tages wurde das Bergbaumuseum in St. Andreasberg und die Grube Samson besichtigt. In der Grube Samson kann man Original-Wasserräder in Betrieb bestaunen und in einen Bergwerksschacht die Enge und Dunkelheit erleben. Die Teilnehmer der Exkursion waren sichtlich beeindruckt.